Wir verstehen unter Prävention den vorausschauenden Umgang mit unserer Gesundheit und auch die Erhaltung der Gesundheit nach Genesung.

Im deutschen Gesundheitswesen wird nur ein geringer Prozentsatz (4,5 %) des gesamten Etats für Gesundheitsschutz und Prävention zur Verfügung gestellt. So ist das System nicht effektiv zu entlasten. Nach Prof. J.-Matthias Graf von Schulenburg, Universität Hannover, wären 20 % bis 30 % der Kosten im Gesundheitswesen durch entsprechende Aufstockung der Mittel für Prävention einzusparen.
Nach unserem Verständnis von Prävention ist es wichtig, Kinder und Jugendliche sehr frühzeitig mit gesunder Ernährung und Bewegung vertraut zu machen. Eltern und auch Institutionen wie Kindergärten und Schulen müssen dabei unterstützt werden. Gehäufte Impfungen vor allem bei Neugeborenen und Kindern im ersten Lebensjahr sollten nach unserer Auffassung kritischer hinterfragt werden.
Vorsorgeuntersuchungen wie z.B. Krebsfrüherkennung ab einem gewissen Alter dienen hauptsächlich einer Krankheitsdiagnose. Ist der Mensch erkrankt, ist dies oft nicht der Beginn, sondern die Folge einer zumindest länger andauernden Entwicklung, deren Signale nicht gehört wurden.
Der schulmedizinische Schwerpunkt liegt vorwiegend noch in der Reparatur- und Apparatemedizin so wie in symptomatischen Therapieansätzen. Die gängige Labordiagnostik ist zu wenig aussagekräftig. Viele Interessengruppen haben sich im Gesundheitssystem gut eingerichtet und verhindern tiefgreifende Veränderungen. Wir wollen dieser Entwicklung aufgrund fundamentaler Erkenntnisse der letzten Jahre bewusst neue Aspekte und eine andere Haltung entgegen setzen.

Der amerikanische Professor für Biochemie Martin Pall und der Rostocker Umweltmediziner Dr. Bodo Kuklinski haben mit einer völlig neuen Sichtweise einen Paradigmenwechsel im Verständnis chronischer Erkrankungen herbei geführt. Eine Zuordnung klinischer Symptome auf ein Organ, wie in der Schulmedizin oft noch üblich, ist nach ihrer Überzeugung nicht mehr aufrecht zu erhalten. Chronische Erkrankungen sind in der Regel Bestandteil einer Multisystemerkrankung („Wissenswertes“) mit ihrer typischen Symptomvielfalt. "Klassische" Multisystemerkrankungen sind z.B. Fibromyalgie, Chronisches Müdigkeitssyndrom und Multiple Chemikaliensensitivität.

Auslöser ist der sogenannte nitrosative Stress ( „Wissenswertes“), der die erworbenen Mitochondriopathien hervor ruft. Diese bedeuten Blockaden der Energieproduktion in den Zellkraftwerken mit der Konsequenz eines Energiemangels in jeder Zelle des Organismus. Diese Energiedefizite betreffen zuerst Organe oder Organsysteme mit hohem Energiebedarf wie Gehirn, Muskulatur und Herz, Darm und Immunsystem. Entsprechende Funktionseinbußen fallen je nach individueller Disposition ganz unterschiedlich aus. Nitrosativer Stress beeinträchtigt nicht nur die Mitochondrienfunktion massiv, sondern auch viele andere enzymabhängige Vorgänge („Wissenswertes“) und damit den gesamten Stoffwechsel.

Nach intensiven Forschungen von Dr. Bodo Kuklinski wissen wir heute, dass es durch Instabilitäten im Bereich der Halswirbelsäule zu gravierenden Störungen des Stoffwechselgeschehens kommen kann. Auslöser sind vor allem Stürze, Unfälle mit und ohne Schleudertrauma, so wie sportliche und andere mit Fehlhaltungen verbundene körperliche Tätigkeiten, die zu einer übermäßigen Belastung der Halswirbelsäule führen. Dr. Kuklinski hat nachgewiesen, dass HWS-Instabilitäten eine der Hauptursachen für nitrosativen Stress und somit für Multisystemerkrankungen sind.